Der Corona-Crash hat so ziemlich jeden eiskalt erwischt. Sogar die Profis waren von der Geschwindigkeit der fallenden Kurse überrascht.

Auch unser Depot ging mit dem Crash nach unten, so das wir im März die Notbremse gezogen haben und alle Positionen verkauften, um die Lage weiter von der Seitenlinie zu betrachten. Als die erste Erholung nach dem Crash kam, war ich mir sicher, dass ein zweiter Rückgang kommt.

Diese Erfahrung hatte ich bei den letzten Crashs immer gemacht.

Es kommt immer anders als man denkt.

Die Börse macht aber nicht immer das, was wir wollen oder denken. Es kam, was niemand erwartet hatte, ein v-förmige Erholung. Was lernen wir daraus? Wir müssen uns immer an den Markt anpassen, weil sich der Markt nicht nach uns ausrichtet.

Tun wir das nicht, werden wir viel Geld verlieren. Viele Menschen meinen aber Recht haben zu müssen und warten/hoffen darauf das der Markt das tut, was sie denken, das der Markt tun soll. Aber der Markt hat sein eigenes Verhalten.

Wie reagieren viele nach einem Crash?

Die meisten sehen einen Crash als etwas angsteinflößendes. Deshalb verkaufen die meisten in Panik alles was sie haben, um nicht noch mehr Geld zu verlieren. Die Verluste die sie nun realisiert haben, brennen sich bei ihnen ins Gehirn ein und sie entwickeln eine innere Blockade wieder neu an der Börse einzusteigen. Weil sie Angst haben wieder Geld zu verlieren.

Sie beobachten die Kurse von der Seitenlinie und sehen zu, wie wieder alles steigt. Insgeheim denken sie aber: „Das ist nur eine technische Erholung, bald geht es weiter nach unten.“

Durch dieses Denken behindern sie sich selbst, die neuen Chancen zu sehen, die sich ihnen nun bieten.

Was sollten wir also nach einem Crash tun?

Wir sollten einen Crash als Geschenk sehen! Es biete sich DIE Gelegenheit, vieles günstiger zu bekommen. Trauern wir nicht den Verlusten nach, sondern konzentrieren wir uns auf das, was vor uns liegt.

In meinem Börsendienst Seidlers N°1 – Das Optionsscheindepot, arbeite ich mit Indikatoren. Diese helfen mir, die Märkte ohne Emotionen zu beurteilen und entsprechend zu handeln.

Ich dachte auch, dass noch eine zweite Verkaufswelle kommt. Aber als die Kurse stiegen, und keine Korrektur mehr kam, stieg ich wieder in den Markt ein. Meine Indikatoren zeigten mir Kaufkurse und so kauften wir wieder Optionsscheine.

Ich musste meine Meinung (das nochmal eine zweite Verkaufswelle kommt) verwerfen und mich nach dem Markt ausrichten.

Das war genau das richtige. Während viele immer noch angstvoll auf die Märkte sehen, und die Chancen ungenutzt lassen, hat unser Depot seit Mitte April über 60 % zulegen können.